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Bilder über die Veränderungen Tibets
    Datum:2009-04-01 Quelle:China.org.cn Autor:    

Eine Ausstellung des Nationalen Kunstmuseums Chinas zeigt die Bilder des Fotografen Lan Zhigui. Er hielt die dramatischen Veränderungen Tibets zwischen 1950 und 1970 auf Film fest.

Land wird unter den Armen verteilt. Lhagyali, 1959 [Lan Zhigui]

Die Lieblingsfotos des Fotografen Lan Zhigui zeigen das Leben der Menschen und die Landschaft des tibetischen Zayul. Die Fotos, die Lan zwischen 1959 und 1960 schoss, zeigen Tibeter beim Ernten, Feiern von Festen oder Betrachten eines Regenbogens in einem Tal. Diese Schwarz-Weiß-Fotos wurden bisher nur selten ausgestellt, sind jedoch jetzt in der Ausstellung "Zeugen der Demokratischen Reform – Fotos aus Tibet 1950-70 von Lan Zhigui" im nationalen Kunstmuseum Chinas zu sehen. "Die tibetische Kultur war integraler Bestandteil meines Lebens", meinte der 78-jährige Fotograf aus Chengdu in der Provinz Sichuan.

Nach einer Lehre in einem Fotostudio in Chongqing trat Lan dem 18. Corps der Volksbefreiungsarmee bei und ging 1951 als Militärjournalist nach Tibet. Lan war mit seiner Kamera Zeuge der dramatischen Veränderungen in Tibet von 1951 bis 1970. Er zeigte die Befreiung der Menschen von der Leibeigenschaft, die Aufstände und die demokratischen Reformen. In seiner Freizeit bereiste er fast alle Teile Tibets und dokumentierte das dortige Leben und die Kultur. Er habe sich bereits während seiner Lehre in die Fotografie verliebt: "Sie ist ein magisches Werkzeug, um Bilder am Leben zu erhalten." Auch Tibet faszinierte ihn sofort: "In dem Moment, als ich das erste Mal die verschneite Hochebene betrat, war ich sofort von ihr verzaubert. Mir gefiel die wunderschöne Landschaft, die farbigen Kleider, die einzigartigen Traditionen und die mysteriösen Zeremonien."

So lernte Lan auch bald die Sprache und freundete sich mit Tibetern an. 1960 heiratete er schließlich auch die Tibeterin Lazong Zhouma. Er fühlte den Fluss der Zeit und sah sich verpflichtet, zu handeln. Er meinte: "Ein Fotograf muss die wichtigsten Momente seiner Zeit festhalten. Ich fühlte mich auf einer Art Mission, die Veränderungen des Lebens und der Kultur auf Film zu bannen. Dies tat ich auch in den Achtzigern, als ich mit meiner Kamera die Qing und Yi Gebiete in Sichuan und entlang der drei Schluchten bewanderte."

Über eintausend von Lans alten Fotografien haben die Zeit überstanden, hundert dieser sind jetzt in Beijing zu sehen. "Es ist erstaunlich, wie es Lan gelang, die Negative über all die Jahre in perfektem Zustand zu halten. Diese alten Fotografien sind zweifelsohne historisch und wissenschaftlich wertvoll. ", meinte Huang Jianpeng, Kurator der Ausstellung und Tibet-Historiker. Auch der Fotowissenschaftler Fu Aimin bestätigte: "Lans Bilder sind die aussagekräftigsten und anschaulichsten Fotos der Veränderungen in Tibet zwischen 1950 bis 1970, welche bis jetzt gefunden wurden."

Der ehemalige Bettler Samten zeigt stolz ein Schild worauf geschrieben steht: "Samtens Land", nachdem er 1959 das erste Stück Land von der Regierung erhielt.

 
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