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Der "Konflikt Mensch gegen Tier" im Qomolangma-Naturschutzgebiet
    Datum:2016-06-21 Quelle: China Tibet Online Autor:  

 

Das Zentrum für Schneeleoparden am Mount Qomolangma hat bei Inspektionen herausgefunden, dass in naher Zukunft wohl an die 10.000 Rinder (Zuchttiere) pro Jahr von Wildtieren erlegt werden. Das deutet auf den "Konflikt Mensch gegen Tier" hin, der im Qomolangma-Naturschutzgebiet herrscht.

Es sind vor allem Wölfe, Luchse und Schneeleoparden, die den Hirten und Bauern Probleme machen. Der Wolf ist der aktivste Räuber in der Region, ihm fallen pro Jahr durchschnittlich 3.400 Zuchttiere zum Opfer. Luchse erlegen bis zu 3.100, Schneeleoparden etwa 2.000 Tiere pro Jahr. Besonders zwischen März und Juli machen wilde Raubtiere dem Menschen viel Ärger, da sie in diesem Zeitraum häufig seine Tiere reißen. Das Problem ist in verschiedenen Gebieten unterschiedlich stark ausgeprägt. In den am stärksten betroffenen Gebieten reißen die Raubtiere mitunter fünf Prozent der Herden.

Dieses Phänomen ist allerdings nicht nur auf den Qomolangma-Naturpark beschränkt. Selbst auf der großen und weiten Qiangtang-Steppe existiert es. In der Gemeinde Youqia in Nagchu nutzte ein Braunbär die Gelegenheit, als sich eine Familie nicht zu Hause befand: der gefräßige Meister Petz "vernichtete" die gesamten Getreidevorräte der Familien und trank zudem noch mehrere Dosen Limonade leer. Als die Familie zurückkam, war der Bär immer noch da. Da man Braunbären in Tibet nicht töten darf – und das hungrige Tier sich einfach nicht vertreiben lassen wollte – blieb der Familie nichts anderes übrig, als die Mitarbeiter des Forstamts um Hilfe zu bitten. Dies sind nur einige der "Sorgen", die der neue, verschärfte Umweltschutz mit sich gebracht hat. Als Folge der steigenden Wildtierpopulation und der Vergrößerung ihres Lebensraumes werden wilde Yaks, Braunbären und Schneeleoparden immer häufiger in der Nähe von Menschensiedlungen gesehen, wo sie den Viehbestand reißen, Wohnungen verwüsten und manchmal sogar Hirten verletzen. Die Tiere sind so zu einer Bedrohung der Viehwirtschaft – und mitunter auch des Menschen – geworden.

Die schnell wachsende Zahl dieser Wildtiere bringt auch Probleme mit sich und führt immer öfter zu einer direkten Konfrontation zwischen Mensch und Natur. Seit die Flächen der Naturschutzgebiete vergrößert wurden, hat sich auch der Bestand an Wildtieren massiv erhöht – in den letzten 20 Jahren um etwa 30 Prozent. Im nordtibetischen Bezirk Nagchu gibt es gegenwärtig etwas mehr als 10.000 wilde Yaks, über 100.000 Tibetantilopen (Tschiru) und rund 80.000 wilde Esel (Kiang).

Um zu verhindern, dass die Bevölkerung durch Zwischenfälle mit Wildtieren großen wirtschaftlichen Schaden nimmt, hat die Regierung speziell für Zwischenfälle mit wilden Raubtieren – aber auch mit den riesigen, wilden Yaks – 2006 eine Verordnung veröffentlicht, in der die Kompensationsansprüche der Betroffenen geregelt und garantiert werden.

(Editor: Daniel Yang)

 
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