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Das Leben der Nonnen im Kloster Tharpagling
    Datum:2016-07-04 Quelle: China Tibet Online Autor:  

“Es sollte kein lautes Getöse im Nonnenkloster entstehen. Aber wenn die Nonnen das Kloster verlassen, fühlen sie sich ein bisschen entspannt. Manche junge Nonnen singen laut im Auto.“ So wurden die Nonnen beschrieben.

Thar pa gling ist das größte Nonnenkloster im tibetischen Gebiet der Provinz Yunnan. Dort werden der Buddhda Sakyamuni, der Meister der Gelug- Schule Tsongkhapa und seine zwei Schüler bzw. der erste Dalai Lama und Penchen Lama, sowie der Buddha mit dem Löwen-Gesicht angebetet. Bisher gibt es im Nonnenkloster Thar pa gling 120 Nonnen, die durchschnittlich 37 Jahre alt sind. Davon kommen sieben aus der Provinz Sichuan und dem Gebiet Ngari, Tibet, und die anderen sind Anwohnerinnen.

 

Die 24- jährige Yeshi Qutse lebt seit 5 Jahren im Kloster. Sie spricht gut chinesisch. „Eine Nonne zu sein ist mein eigener Wille. Der Buddha besteht in meinem Herz. Ich würde dem Buddha lebenslang nachfolgen. Ich lebe nach den buddhistischen Doktrinen, um mich dem Buddha zu verschreiben“, sagte sie zu einem ausländischen Journalist. In Yeshi Qutses Herz ist das Kloster ein ruhiger und heiliger Ort, in dem sie sich fernab vom Lärm der Stadt auf das buddhistische Studium konzentrieren kann. „Ich hoffe, ich kann mich durch die buddhistische Erziehung gut entwickeln, um dann mit dem Heil des Buddha mehr Leuten zu helfen.

Das Kloster Thar pa gling ist bekannt für seine strikte Doktrinen. Im alltäglichen Leben beschäftigen sich ein paar Nonnen mit der Verwaltungsarbeit und die meisten Nonnen studieren. Ihr Stundenplan ist relativ stressig: Morgens früh um 6:00 Uhr beginnt die Vorlesung, 7:00 Uhr werden buddhistische Sutra gelesen, 9:00 Uhr Seminar, 12:Unr Mahlzeit, 14:00 Uhr buddhistische Debatte, 16:00 gehen sie in das Dorf, um eine buddhistische Veranstaltung für Gläubige durchzuführen, 19:00 Uhr lesen sie noch einmal buddhistische Sutra, 21:00 schlafen sie. Außerdem gibt es einen freien Tag je zehn Werktage. Sie bleiben 9 Monate im Kloster und sind 3 Monate zu Hause mit der Familie zusammen. 

Im Kloster gibt es zwei Klassen, in den die Nonnen „5 Klassiker des Buddhismus-Sutras“ studieren können. In den vergangenen Jahren lernten sie auch Chinesisch, Mathematik und Englisch. Tsering Phelcur, tibetische Intellektuelle erklärte, „Früher durften die Nonnen keine religösen Gegenstände berühren und auch nicht die 5 Klassiker des Buddhismus-Sutras lernen. Aber jetzt können sie das machen.“

Lang Weiwei, Forscher im Institut für Ethnische Studien der Provinz Sichan hat den gegenwärtigen Stand der Nonnen untersucht. Die Untersuchung zeigt, dass das Einkommen des Nonnenklosters viel niedriger als in den Lama-Tempeln ist. Buddhistische Doktrinen zu befolgen ist das wichtigste im Leben der Nonnen. Deswegen hat im Vergleich zum Lama-Tempel das Nonnenkloster ganz wenige Gelegenheiten, durch religiöse Veranstaltungen Einkommen zu erzielen. Weil die Nonnen keine akademischen Titel haben, trauen ihnen kaum Gläubige zu, die buddhistischen Veranstaltungen zu organisieren.

“Das Heil des Buddhas ist endlos. Die Geschlechter müssen gleich sein“, sagte Tsering Pelcur. Das lokale Amt für religiöse Angelegenheiten hat sich viel dafür bemüht, dass  mehr Nonnen an der Prüfung für akademische Titel teilnehmen können. Zurzeit haben ein paar Nonnen im Kloster schon 15 Jahre die „5 Klassiker des Buddhismus-Sutras“ gelernt. Wenn sie zwei bis drei Jahre weiter lernen, können sie an der Prüfung, die das Institut des tibetischen Buddhismus China organisiert, teilnehmen.

Die Entwicklung des Klosters ist noch begrenzt. Im Lauf des zunehmenden Ausbaus der Infrastruktur braucht es mehr und mehr finazielle Unterstützung. Das Kloster Thar pa gling ist zurzeit nicht in der Lage buddhistische Veranstaltungen zu organisieren. Die Nonnen können nur in der Freizeit den Gläubigen Buddhismus-Sutras vorlesen. Dadurch kriegen sie wenig Einkommen. Das Einkommen ist nicht genug fürs ganze Kloster. Die Nonnen brauchen noch Unterstützung von Familien und staatlichen Zuschuss.

In dem tibetischen Kulturraum sind die Frauen seit dem 8. Jahrhundert in das Kloster gegangen. Als das erste Kloster Samye gegründet wurde, fuhr eine Gruppe junger Tibeter nach Indien, um Buddhismus zu studieren. Danach gingen einige Frauen aus adeligen Familien in das Kloster.

(Editor: Soong)

 
 zum Thema:
Tibet Menschenrechte
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