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Die Hühner-Kultur Tibets
    Datum:2017-02-20 Quelle: China Tibet Online Autor:  

Ein weißer Hahn im Wandgemälde-Flur des Samye-Klosters

 

2017 ist in China das Jahr des Huhns. Als häufiges Nutztier entstanden während Chinas langer Geschichte mehrere interessante Geschichten über das Huhn und es wurde zu einer großen Besonderheit in der tibetischen Kultur.

Das Samye-Kloster in Lhoka, Tibet ist Tibets erstes Kloster mit einer breiten Palette an Buddhas, Dharma und Mönchen. Prof. Cidan Tashi vom Chinesischen Tibetologie-Forschungsinstitut der Universität Tibet erklärt, dass die Wandgemälde des Klosters vor allem religiöse Motive abbilden, mit der Ausnahme des Bilds vom weißen Hahn.

Zu diesem Hahn gibt es verschiedene Interpretationen. Eine besagt, dass beim Bau des Klosters jeden Morgen ein weißer Hahn pünktlich krähte, was die 60.000 Bauarbeiter zum Aufstehen veranlasste. Eine weitere Interpretation meint, dass das Samye-Kloster einmal nachts brannte und ein weißer Hahn die Mönche weckte und damit größere Unglücke verhinderte. Zum Dank haben die Mönche vielleicht den Hahn auf ein Wandgemälde in den Gebetsmühl-Korridor um die Wuzi-Halle gemalt.

Der frühere tibetische Gelehrte Ye Yulin meint, dass der weiße Hahn der Legende nach die Inkarnation eines Schutzgottes sei, dessen Krähen alles böse Qi vertreiben könne und das Licht ankommen ließe.

Die Hühner-Kultur Tibets zeigt sich nicht nur im Samye-Kloster. Das Zhaji-Kloster in einem nördlichen Vorort Lhasas wird von vielen als Kloster der Geldgöttin angesehen wird. Die Geldgöttin Zhaji Lhamo hat Hände wie Hühnerfüße, weshalb sie auch als Hühnerfußgöttin bezeichnet wird.

Der Gelehrte Tenzin Nyima vom Volkskunst-Forschungsinstitut des AG Tibet erzählt, dass Hühner auch in der literarischen Geschichte Tibets vorkommen. Die tibetische Fabel "Die Geschichte vom Affenvogel" erzählt von einem großen Hahn, der sich mit Menschen und Tieren am besten versteht und deshalb als Friedensbotschafter bei Tier-Konflikten fungiert.

Alles in allem steht der Hahn in Tibet für ein aktives Streben nach oben. Ein tibetisches Sprichwort besagt: "Als Mensch muss man wie ein Hahn auf der Stange stehen und nicht eine Haltung wie eine einen Abhang heruntergehende Katze einnehmen."

 

Hühner haben nicht nur viele Spuren in der tibetischen Kultur hinterlassen, sondern bescheren heute auch vielen Tibetern ihr Haupteinkommen. Das lange berühmte Gericht Medoger Steintopf-Huhn ist schon seit langem eine Visitenkarte der tibetischen Küche.

Foto: Xinhua-Journalist Pubu Tashi

Übersetzt von China Tibet Online

(Editor: Rita Li)

 
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