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Tradition der Besuchsehe in Garzê in Sichuan
    Datum:2017-08-03 Quelle: China Tibet Online Autor:  

Im großen Tal in Zhaba des Autonomen Bezirks Garzê der Tibeter in der Provinz Sichuan wird nach wie vor die Tradition, dass Männer und Frauen nicht heiraten, gepflegt. Nur wenn sich ein Mann und eine Frau gegenseitig gefallen, dann ist kein Kult nötig. Der Mann braucht nur nachts über die Mauer zu klettern. Dann kann er im Gemach des Mädchens übernachten.

Die Ehen der Einwohner in Zhaba haben zwei Formen: Die eine ist die relativ feste Eheform und die andere ist die Besucherehe, die als „Haus-Klettern“ bezeichnet wird. In der Bevölkerung von Zhaba fängt ein Mann, wenn er erwachsen ist, an, nach einer Xiayi zu suchen. („Xiayi“ bedeutet „Geliebte“ oder „Loverin“). Nachdem ein Mann eine Xiayi gefunden hat,  fängt er mit der eigenen Besucherehegeschichte an, dass er sich abends mit seiner Geliebten trifft und sich tagsüber von ihr fernhält. Auch wenn er abends bei der Xiayi übernachtet, geht er morgens weg.

Ein Mann sucht in der Regel beim Shuabazi-Festival, dem Gorchom-Tanz, der landwirtschaftlichen Arbeit oder beim Herumtreiben des Viehes nach einer Xiayi. Wenn ein Mann ein Auge auf eine Frau geworfen hat, dann passt er eine Gelegenheit ab, um um die Frau zu werben - da streckt er seine Hände aus, um den Kopfschleier, den Ring oder andere Schmuckstücke der Frau zu schnappen. Wenn er der Frau auch gefällt, dann öffnet sie in der Nacht, wenn es still ist und keine Menschen herumlaufen, das Fenster ihres Gemaches, um auf den Lover zu warten. Wenn ihr der Mann nicht gefällt, dann verlangt sie von dem Mann den eigenen Schmuck zurück.

Wenn der Mann zum ersten Mal die Frau besucht, muss er die wichtige Phase des  „Hauskletterns“ hinter sich bringen. Die Wohnräume der Einwohner von Zhaba sind Steinkammern aus Steinplatten. Die Mauern sind schnurgerade und ordentlich. Die Kletterer stecken abends zwei tibetische Messer in die Fugen zwischen den Steinen und nutzen abwechselnd ihre linke und rechte Hand, um über das Fenster ins Gemach zu gelangen. Es gibt manche gut trainierte Kletterer, die auf die Messer verzichten und mit bloßen Händen ins Gemach klettern. Nach dem ersten erfolgreichen Klettern wird der Mann von der Frau und deren Familie anerkannt. Danach kann er nach Belieben durch das Tor gehen und die Familie der Frau verriegelt das Tor nicht und mischt sich nicht ein. 

Quelle: www.ganzixinwen.com

(Editor: Daniel Yang)

 
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