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Mini-Dorf wird Tourismusmagnet
    Datum:2010-01-25 Quelle: CRI Autor:  

M: Dreizehn Kilometer nordöstlich von der Kreisstadt Shangerila der südwestchinesischen Provinz Yunnan befindet sich das Dorf Xiagei. 22 tibetischen Bauernfamilien nennen das "Dorf Nummer Eins" des Bezirks Shangerila ihr Zuhause. Die schöne Landschaft und das einmalige Kunsthandwerk des Dorfes ziehen Touristen aus aller Welt an. Der Tourismusboom beschert den Bauern auch ein erheblich besseres Einkommen.

F: Am Eingang von Xiagei steht eine weiße Pagode - typisch für tibetische Dörfer. „Xiagei" ist tibetisch und heißt so viel wie "Dorf auf silberweißen Steinen". Der Name stammt von den silberweißen Steinen einer in der Nähe befindlichen natürlichen Thermalquelle.

 

M: Das Dorf Xiagei ist von bewaldeten Bergen umgeben. Ein kleiner Fluss schlängelt sich mitten durch die Siedlung. Die alten tibetischen Bauernhäuser sind sehr gut erhalten. Im ganzen Dorf gibt es zahlreiche Pagoden, Sutrenflagge, Mani Steine und verschiedenste Gebetsmühlen. Viele Touristen zieht die friedliche Atmosphäre des Dorfes an.

F: Gesang Jiacuo ist der Tourismusbeauftragte in Xiagei. Er sagt, die meisten Touristen seien vor allem von den tibetischen Bräuchen und dem Kunsthandwerk fasziniert.

"Das hier ist es ein typisches tibetisches Dorf. Touristen können hier sehen, wie die tibetischen Bauern ihrer Arbeit nachgehen und ihre Kultur pflegen. Es ist Teil unserer Tradition, bestimmtes Kunsthandwerk anzufertigen. Tibetische Rollbilder Thangkas, Yakknochenschnitzerei, tibetisches Räucherwerk und Silberschmuck sind bei den Touristen sehr beliebt."

M: In Xiagei gibt es viele Werkstätten, in denen die Touristen den Handwerkern quasi über die Schultern schauen können. In einem Hof hängen viele Thangkas und Stickereien an den Wänden. Yangzong Zhuoma malt gerade ein Thangka. Sie sagt, die meisten Tibeter aus den Gebirgsregionen seien buddhistische Hirten gewesen. Sie nahmen die Thangkas mit auf Wanderung, um auch unterwegs beten zu können. Auf die Thangkas werden meistens tibetische Sutren und Buddhas gemalt. Die erfahrenen Thangka-Künstler in Xiagei haben einen hervorragenden Ruf. Deshalb kämen viele Menschen sogar aus der Kreisstadt Shangerila hierher, um die Kunst von ihnen zu lernen, sagt Yangzong Zhuoma.

"Ich bin jetzt schon über drei Jahre hier im Dorf, um die Technik des Thangka-Malens zu erlernen. Die Meister haben mir sehr geholfen. Der Charme der Thangkas liegt in den bunten Farben. Sie sind wunderschön."

F: Die Atmosphäre in Xiagei zieht viele Menschen an, die sich künstlerisch weiterentwickeln möchten. Vielen wie Yangzong Zhuoma gefällt es dann oft so gut, dass sie im Dorf bleiben.

 
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