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Die Flussbiegung des Yarlung Zangpo
    Datum:2010-02-01 Quelle: China.org.cn Autor:  

Der Unterlauf des Yarlung Zangbo macht eine Kehrtwendung am Gipfel des Namjagbarwa, in Ost-Tibet (Archivfoto)

Der dramatische Verlauf des Flusses Yarlung Zangpo (Der Oberlauf des Brahmaputra) bildet  in Tibet die weltweit längste und tiefste Schlucht.
Ich hatte eine Menge über Yarlung Zangbo Canyon in Nyingchi gelesen. Er gilt als der weltweit längste und tiefste, erstreckt sich über 496 Kilometer Länge und ist am tiefsten mehr als 5000 Meter. Ich sehnte mich schon lange nach einer Möglichkeit, ihn zu sehen. Im vergangenen September habe ich mir meinen Traum erfüllen können, als ich beauftragt wurde, im Tourismusbüro der Autonomen Region Tibet zu arbeiten.

Der Fluss Yarlung Zangbo verläuft in östlicher Richtung entlang der nördlichen Ausläufer des Himalaja. Der Unterlauf des Flusses schneidet quer durch das Gebirge, bevor er eine scharfe Kehrtwendung am Gipfel des Namjagbarwa in Pai, Gemeinde Namling, macht. Hier liegt der Ausgangspunkt für den Grand Canyon.

Raps-Blüten in Bayi, der Hauptstadt des Nyingchi (Foto: Wu Xuemei)

Meine Freunde und ich reisten nach Nyingchi, das 400 Kilometer östlich von Lhasa liegt. Von dort aus bestiegen wir gemeinsam den Berg Serkyimla auf einer Höhe von 4702 Meter und erreichten die Stadt Pailong. Wir fuhren dann Richtung Osten entlang der Sichuan-Tibet-Schnellstraße, und bogen dann nach Süden ab und fuhren entlang des Parlung Zangbo, der einer der größten Nebenflüsse des Yarlungzangbo ist.

Die Landschaft beim Yarlung Zangbo Fluss (Archivfoto)

Nachdem wir eine Brücke aus Holzplanken überquert hatten, stiegen wir zum Dorf Tangdong auf, wo ein paar Häuser verstreut liegen zwischen kleinen Feldern mit Hochlandgerste, Kartoffeln, Rettich und Kohl. Da hier der Parlung Zangbo mehr als 30 Meter in den Abgrund stürzt, krochen wir wie Geckos auf allen Vieren. Wir begaben uns auf die 50 Meter lange Seilbrücke über den Fluss, der etwa 20 Meter unter uns brüllte. Nach endlosem Klettern erreichten wir schließlich das Dorf Yumi.

Nach einer Nacht setzen wir unsere Reise zum Castle Peak fort. Im Westen webten sich Wolken über die majestätischen Gipfel, die zum Greifen nah erschienen. Wir erreichten schließlich das Dorf Zaqu um etwa 6 Uhr und beeilten uns die große Biegung vom Yarlung Zangpo. Die kegelförmige Gipfel des Abra Oyama war weniger als 100 Meter vor uns, in sattes Grün gekleidet. Westlich davon vereinigen sich der Parlung Zangbo und der Yarlung Zangpo.

Der schneebedeckte Gipfel des Namjagbarwa (Foto: Wei Min)

Die Tibeter riefen auf einmal alle "Barwa!" und schauten nach Süden. Denn der Namjagbarwa, der Gipfel des Gottes Barwa, tauchte allmählich aus den Wolken und dem Nebel auf. 7782 m über dem Meeresspiegel gelegen, ist der Namjagbarwa für die Tibeter sehr wichtig, da sie glauben, dass nur wenige Auserwählte den Gipfel zu sehen bekommen. Während ich auf dem Balkon des Hauses eines Dorfbewohner stand, war ich vom Anblick, der sich mir bot, wie hypnotisiert.

 

 
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