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Nachbarn der Zugvögel
    Datum:2016-03-11 Quelle: China Tibet Online Autor:  

Huang, der am Stausee Karze in Lhasa des Autonomen Gebiets Tibet lebt, kommt aus der Provinz Sichuan. Vor zehn Jahren sind Schwarzhalskraniche sowie Streifengänse zu ihren Nachbarn geworden. Obwohl sie sich nicht stören, grüßen sie sich ab und zu. Laohuang bestaunt das schöne Erscheinungsbild der Schwarzhalskraniche beim Abfliegen und als Gegenleistung bietet er ihnen die Früchte seiner eigenen Felder als Futter an. Gelegentlich hört er ihre Geräusche, die ein Dankeschön für ihn sind. Seit zehn Jahren lebt er so in Harmonie mit seinen schönen „Nachbarn“. Laohuang hat auch eigene Kinder. Er sagte, dass seine Kinder jedes Jahr den Wunsch hätten, Schwarzhalskraniche zu sehen.

Schwarzhalskraniche sind Zugvögel und fliegen im Winter jedes Jahres von hier weg. Sie fliegen zur Steppe Changthang und kommen nach der Fortpflanzung wieder zurück. Die wichtigste Aufgabe von Dondrup Tsering, Schutzwächter wilder Zugvögel, ist, diese Tiere der Schutzstufe 1 Chinas zu behüten. Jedoch muss er sich auch um andere Vogelarten kümmern, wenn die Schwarzhalskraniche wegfliegen. Alle Vogelarten auf dem Hochplateau Qinghai-Tibet werden beschützt. Zusätzlich dazu sind hier mehr als 40 wilde Vogelarten beheimatet.

Die Stauseen Karze und Hutoushan im Kreis Lhünzhub der kreisfreien Stadt Lhasa sind die Heimat der Schwarzhalskraniche, zu der sie jährlich zurückkehren. Hier gibt es reichlich Nahrungsmittel. Hinzu kommt, dass es hier im Winter warm ist und es keine Störung durch Menschen gibt. Aus diesen Gründen kommen Jahr für Jahr mehr Schwarzhalskraniche hierher zum Überwintern. Im Winter, der vor Kurzem verstrichen ist, hatten sich hier Tausende von Schwarzhalskranichen versammelt.

Gestern hat der Reporter zuständige Beamte des Forstamtes des Kreises Lhünzhub kontaktiert und erfahren, dass manche Schwarzhalskraniche seit dem Beginn dieses Monats nicht zurückgekehrt seien. Jedoch sei nun noch nicht die Migrationssaison aller Schwarzhalskraniche. Ab diesem Monat würden sie anfangen, nach und nach zu ihren Fortpflanzungsgebieten zurückzufliegen, was bis April andauern würde.

Können Sie sich noch an den Schutzwächter Dondrup Tsering, der jedes Jahr am Stausee patrouilliert, erinnern? Die Zugvögel sind weggeflogen. Kann er sich dann lange freinehmen? Leider ist es nicht so. Die Zugvögel sind weg, aber er muss sich noch um die Standvögel kümmern.

„Unsere Schutzwächter wilder Tiere können das ganze Jahr lang keinen Urlaub nehmen. Obwohl Zugvögel wie Schwarzhalskraniche etc. weggeflogen sind, gibt es bei uns nach wie vor nicht wenige Wasservögel. Deswegen müssen die Schutzwächter wie immer die tägliche Patrouille durchführen und der übergeordneten Verwaltung darüber berichten“, sagte Paljor, Beamter des Forstamtes des Kreises Lhünzhub. Und Laohuang hofft, dass sie früher zurückkommen können.

„An den Morgenstunden der letzten Tage habe ich gesehen, dass einige Schwarzhalskraniche schon vor dem Hellwerden weggeflogen sind, aber gegen Abenddämmerung habe ich sie nicht zurückfliegen sehen.“ Laohuang sagte, dass er wisse, dass die Vögel zu einem anderen Ort geflogen seien, um sich zu vermehren. Da die Umwelt des Stausees besser geworden sei und die Menschen mehr auf den Schutz der Vögel achteten, nehme die Anzahl der Schwarzhalskraniche Jahr für Jahr zu.

 „Jedes Jahr, nachdem wir die Felder abgeerntet haben, kommen sie nach und nach zurück, denn zu dieser Zeit gibt es auf den Feldern sowie am Wasser reichlich Nahrungsmittel“, sagte Laohuang mit einem Lächeln. Und im März des darauffolgenden Jahres flögen die Schwarzhalskraniche allmählich davon, weil die Feldfrüchte bis dahin von ihnen im Großen und Ganzen weggefressen worden seien. Hinzu komme die Störung vom Säen usw. Dondrup Tsering hat sich ans Zwitschern dieser Zugvögel gewöhnt und sagte mit einigem Bedauern: „Ich muss wieder mehr als ein halbes Jahr warten, bis ich ihre Stimmen wieder hören kann.“

 
 zum Thema:
Tibet Menschenrechte
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