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Sangpo – ein Lama und sein Weg zu Buddha
    Datum:2016-08-12 Quelle: CRI Autor:  

 

Sangpo lebt seit mehreren Jahren im Korqag-Kloster. Das Kloster ist aufgrund seiner langen Geschichte auch für Touristen und Pilger des tibetischen Buddhismus ein beliebtes Ziel. Sangpo lässt sich davon aber nicht beirren, für ihn zählt nur eins: Buddha.Es ist Vormittag im Korqag-Kloster im Kreis Burang im Autonomen Gebiet Tibet und der junge Lama Sangpo sitzt vor dem Buddha Manjushri und liest Sutras. Das Kloster liegt im gleichnamigen Dorf an der Grenze zwischen China, Nepal und Indien. Es wurde im Jahr 996 gebaut. Sangpo lebt seit seiner Kindheit in Korqag, mit 16 ist er als Mönch in das Kloster eingetreten.

„Meine Familie hat zehn Mitglieder. Meine Eltern und Geschwister glauben alle an den tibetischen Buddhismus. Sie unterstützten mich bei meinem Eintritt in den Tempel. Ich bin dem Glauben treu ergeben und möchte anderen Leuten helfen."

Bevor er in den Tempel eintrat, besuchte Sangpo fünf Jahre lang die Dorfschule. Als Mönch im Korqag-Kloster beschäftigt er sich hauptsächlich mit buddhistischer Literatur. Zum Alltagsleben im Tempel erklärt er:

„Wir Mönche stehen jeden Tag um sieben Uhr auf und beten zu Buddha. Um zehn Uhr beginnt der Morgenunterricht – Gebete. Nach dem Mittagessen lesen wir bis fünf oder sechs Uhr Sutras. In der Zwischenzeit lernen wir auch Jura und Chinesisch. Wir verstehen Hochchinesisch, sprechen es aber nicht gut. Wir haben keine Feiertage. In unserer Freizeit spielen wir Fußball und Basketball. Jedes Jahr gibt es eine Reise, meistens zu anderen Tempeln, damit wir uns untereinander austauschen können."

Das Einkommen des Tempels stammt zum Großteil aus dem Verkauf von Eintrittskarten und Spenden von Pilgern. Die Reisekosten der Mönche werden vom Tempel getragen. Sie dürfen auf ihren Reisen außerdem Almosen von Gläubigen annehmen.

„Im Korqag-Kloster folgen wir der Sakya-Schule des tibetischen Buddhismus. Wir haben strenge Vorschriften und müssen uns vor Hochmut, Ungeduld sowie Ärger hüten. Wenn jemand uns helfen will, den tibetischen Buddhismus zu verbreiten, hoffe ich, dass diese Person uns praktisch hilft, zum Beispiel beim Aufbau des Tempels. Ich persönlich möchte nicht wie einige bekannte Lamas im Internet sein, ich will nicht berühmt sein."

Sangpo zufolge rezitieren Lamas nicht nur Sutras, sie sollen auch das religiöse Berufsdiplom der staatlichen Religionsbehörde erhalten.

„In unserem Tempel gibt es insgesamt 13 Lamas. Sechs von ihnen haben bereits das religiöse Berufsdiplom. Um dieses Diplom zu bekommen, muss man zwei bis drei Monate lang am Theologischen Institut für tibetischen Buddhismus im Autonomen Gebiet Tibet studieren. Ich war auch dort, bin anschließend aber zurückgekehrt. Wenn man nicht vernünftig lernt, kann man höhere Sutras nicht richtig lesen."

Sangpo interessiert sich für das Sutralernen. Er kann gar nicht aufhören, von der Sakya-Schule zu sprechen und die grundlegenden Vorschriften ihrer Mönche vorzustellen. Sie dürfen sich zum Beispiel nicht mit bösen Menschen anfreunden oder Lebewesen töten. Außerdem dürfen sie keinen Alkohol trinken und nicht heiraten. Obwohl das Leben im Tempel einfach und mühsam ist, ist Sangpo mit seinem jetzigen Leben sehr zufrieden:

„Ich nutze mein Handy im Tempel und kann mit meiner Familie sprechen. Normalerweise sehe ich auch fern. Meine Hauptaufgabe ist, Sutras mit ganzem Herzen zu lesen. Meine ehemaligen Mitschüler gehen im Inland zur Schule oder arbeiten. Ich glaube, wir unterscheiden uns nicht wirklich. Ich habe in den letzten vier Jahren drei dicke Sutrabücher gelesen."

Als bekannter Tempel des tibetischen Buddhismus mit einer Geschichte von über 1.000 Jahren kommen jährlich 40.000 Touristen nach Korqag. Viele ausländische Touristen sind Händler aus Nepal und indische Pilger.

Ein Lama verschreibt sich sein ganzes Leben lang dem Buddhismus und dem Tempel und folgt ihren Doktrinen. Sangpo beneidet die zahllosen Touristen und Pilger, die Tag für Tag ein- und ausgehen, aber nicht. Er erklärt, Buddha sei das Wichtigste für ihn.

 
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