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Reisebericht: Sêrtar – Ein goldenes Pferd im ewigen Eis (Teil 3)
    Datum:2017-03-20 Quelle: China Tibet Online Autor:  

Die großen Berge behindern die Sichtweite, und die Traditionen binden die Gedanken. Obwohl die gesellschaftliche Entwicklung von Sêrtar, zum Beispiel im Bereich Bildung, in den vergangenen Jahrzehnten Fortschritte gemacht hat, ist das Niveau noch niedrig. Die lokalen Funktionäre in den Gemeinden sagen, die Einwohner wollten normalerweise nach einem Arbeitsplatz in den landwirtschaftlichen Gebieten, aber nicht nach einem in den viehwirtschaftlichen Gebieten suchen. Die Arbeiter in den Viehzuchtgebieten seien wenige Tage später nicht mehr motiviert. Deswegen sei die Beschäftigung der Arbeitskräfte sehr schlecht. Informationen zufolge hat sich das Bewusstsein für Bildung der Viehhirten stark erhöht. Viele Viehhirten kaufen oder mieten eine Wohnung in der Kreisstadt, um ihre Kinder beim Lernen zu begleiten. Die Regierung hofft, dass sich immer mehr Kinder eine gute Bildung aneignen, damit die gebildeten Kinder die Änderung von Gedanken, Lebensweisen und Lebensniveau ihrer Familien fördern. Manche Denk- und Lebensweisen der Sêrtarer Bürger sollen bewahrt, manche gebrochen und manche umstrukturiert werden. Es ist bestimmt ein schwieriger Prozess. Aber man muss sich auf jeden Fall mit der Außenwelt konfrontieren.

 

Die Industrie von Sêrtar ist zweifellos unentwickelt. Die Vieh- und Geflügelzucht macht einen großen Anteil aus. Die Tourismusentwicklung ist wahrscheinlich eine Richtung. Ich will Botschafter für Sêrtars Tourismus sein und empfehle die alte Straße für den Salztransport im Norden von Sêrtar. Ich hoffe, dass die Straße eine neue Reise-Route werden kann. Normalerweise würde man durch die Fernstraßen 317 und 318 im Norden, nämlich die alte Tee-Pferde-Straße Sichuan-Tibet, nach Sêrtar fahren. Früher führten die Viehzuchtgebiete mit den umgebenden landwirtschaftlichen Gebieten Handel durch, um mit Nutztieren Getreide und Tee zu tauschen. Mittlerweile ist es schon eine ausgereifte Reise-Route. Es wird gesagt, dass jeden Tag während der goldenen Woche zum Nationalfeiertag im vergangenen Jahr über 10.000 Touristen durch Sêrtar fuhren.

Neben Getreide und Tee ist das Salz ein Bedarfsartikel. Vor langer Zeit hatten die Sêrtarer schon eine alte Straße für den Salztransport eröffnet, die sich in den Norden erstreckt. Ende Frühling und Anfang Sommer organisierten die Sêrtarer ein Transport-Team, um Salz vom Salzsee zu holen und zu transportieren. Die alte Straße geht von Sêrtar aus und ist mehr als 400 Kilometer lang. Die Hin- und Rückreise des Transport-Yakteams dauerte mehr als einen Monat. Das zurückgebrachte Salz konnte sowohl den Bedarf der Menschen auf der Sêrtar-Steppe befriedigen als auch dem Salz-Getreide-Handel dienen. 1941 führte das damalige lokale Regime eine Erschließungskontrolle durch. Das Transport-Team von Sêrtar lehnte ab, Steuern zu zahlen. Seitdem endete die Aktion des Salztransportes allmählich. Dann erlebte die alte Straße ihren Untergang.

 

Mittlerweile verfügen die Straßen im Grenzgebiet von Sichuan und Qinghai über gute Durchfahrtsbedingungen. Ich schlage vor, dass die Autofahrer und Radfahrer, die schon in der heiligen Stadt Lhasa, Shangri-La und Dabba-Yardêng gewesen sind, die Route Chengdu-Sêrtar-Xining nehmen. Es handelt sich um eine Route in Nord-Süd-Richtung, die die Qinghai-Tibet-Straße mit der Sichuan-Tibet-Straße, die tibetische Region Amdo mit der tibetischen Region Kham und das Einzugsgebiet vom Jangtse mit dem Einzugsgebiet des Gelben Flusses verbindet. Nimmt man diese Route, bekommt man eine ganz andere Erkenntnis und ein anderes Erlebnis über die Natur, die Geografie, die Menschen, die Kultur und die Geschichte auf dem tibetischen Hochland.

Autor: Nyima Gyatso

Quelle: China Tibet Online

Übersetzt von China Tibet Online

(Editor: Soong)

 
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Tibet Menschenrechte
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