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Geschichte eines tibetischen Stickers
    Datum:2014-12-29 Quelle: China Tibet Online Autor:  

Auf der alten Barkhorstraße in Lhasa befinden sich Gruppen von Buddhisten, die im Morgenlicht Sutra-Rollen drehen und Äste von Kiefern in den Weisang-Ofen werfen.

Da kommt der alte Mann Lobsang nach einem Tag vom Sutra-Rollen-Drehen ins Süßteehaus und unterhält sich mit einigen alten Freunden, um sich zu entspannen.

Das Heim Lobsangs befindet sich auch in der Barkhorstraße. Er sagt, dass er hier wohne, seit er mit 17 mit seinem Vater nach Lhasa gekommen sei. Seit Dutzenden von Jahren beschäftigt er sich mit der tibetischen Stickerei.

In der tibetischen Stickerei schneidet man aus verschiedenen Stoffen, Seide und Satin nach vorher gefertigten Entwürfen unterschiedliche Muster aus. Danach schichtet man diese Muster aufeinander und klebt sie zu einem kompletten Bild zusammen. Dann säumt man das Bild mit bunten Fäden. Ihre Arbeitsschritte sind Muster-Entwerfen, Zuschneiden, Aufeinanderschichten und Zusammenkleben, Sticken, Färben mancher Muster usw. Das Aufeinanderschichten und Zusammenkleben spielen die Hauptrolle und das Sticken ist untergeordnet.

Der alte Mann Lobsang hat mit 12 angefangen, die tibetische Stickerei von seinem Vater zu lernen. Sein Vater war Hofsticker des neunten Penchen Lama und beherrschte hervorragende Techniken. Lobsang arbeitete und lernte bei seinem Vater, der ihm sagte, dass die Qualität der Stickerei sehr wichtig sei und er sich keinen Sorgen um die Dauer der Fertigung machen solle.

Anders als die normale Stickerei haben die Motive der tibetischen Stickerei meisten mit religiösen Figuren und Geschichten zu tun. Daher gibt es strenge Anforderungen an Farbe und Proportion. Die Farbe und die strukturelle Proportion jedes Bestandteils eines Werkes sind festgelegt und nicht frei auszugestalten.

"Das Schaffen unterschiedlicher Figuren ist ein wichtiger Bestandteil der tibetischen Stickerei. Auf die Formen und Mienen der Figuren wird geachtet. Die Werke müssen leuchtende Farben haben, außerdem müssen die Kontraste schroff sein. Damit wird der Effekt erzeugt, dass die Stickerei aus der Ferne betrachtet wie ein Relief aussieht. Nur so kann ein Werk an Wert gewinnen." Obwohl er nur noch selten selbst stickt, spricht Lobsang immer wieder mit seinen Lehrlingen, während sie arbeiten.

 
 zum Thema:
Tibet Menschenrechte
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