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Geschichte: Wie der Dalai Lama Mao Zedong in Erinnerung hat
    Datum:2015-05-15 Quelle: China Tibet Online Autor:  

Im September 1954 reiste der 14. Dalai Lama nach Peking um den Vorsitzenden Chinas Mao Zedong zu treffen. Während dieser zwei Monate in Peking sah sich der Dalai Lama Schulen, Fabriken und Klöster an und traf sich oft mit mehreren wichtigen Leuten Chinas, darunter auch mit dem Vater des jetzigen Staatspräsidents XiJinping. Zu der Zeit war die Volksrepublik gerade frisch gegründet und das Volk wollte begeistert zu Chinas Entwicklung beitragen. Das alles war für den nur 19 Jahre alten Dalai Lama ganz neu. Mao Zedong ermutigte den Dalai Lama „öfter in Peking umherzugehen und sich alles anzugucken“ und die in der Hauptstadt gewonnenen Eindrücke zurück in die schneebedeckten Hochebenen zu bringen.

Mao Zedong zusammen mit dem Dalai Lama und Penchen Lama (1954)

Für den seit vielen Jahren im Exil lebenden Dalai Lama sind die damaligen häufigen Kontakte mit Mao Zedong noch klar in Erinnerung. Zu der Zeit sprach der Dalai Lama mehrmals über seinen Willen, der kommunistischen Partei beizutreten und er schrieb sogar ein Gedicht zu Ehren Maos, in dem er seine persönlichen und echten Gefühle über Mao Zedong zum Ausdruck brachte. (Ausschnitt vom Interview des BBC- Moderators Andrew Marr)

Die erste Begegnung
„Der erste Vorsitzende Mao sieht sehr ruhig und gelassen aus. Als wir Hände schüttelten fühlte ich, als wäre mein Körper in einem starken magnetischen Feld. Mao ist unglaublich freundlich. Er kam ganz natürlich rüber ohne starr an Formalitäten und Etikette festzuhalten. Meine vorherigen Bedenken waren wie weggeweht.“

Sein Eindruck von Mao
„Sein Körper hat etwas Besonderes. Zwar ist seine Haut dunkel, aber von strahlendem Glanz, als habe er Creme aufgetragen, seine Finger sind hübsch und rund, die Daumen elegant und zart.“

„Er hat Schwierigkeiten beim Atmen und keucht oft, er spricht langsam und deutlich in kurzen, einfachen Sätzen. Seine Bewegungen sind auch sehr langsam und er braucht mehrere Sekunden um den Kopf von links nach rechts zu bewegen, was ihn würdevoll und selbstbewusst erscheinen lässt.“

„Seine Kleider sehen völlig kaputt aus. Bei den Manschetten ist eine Masche auf. Sein Mantel hat bessere Zeiten gesehen. Nur die Schuhe sind gut gepflegt und immer glänzend poliert. Seine bloße Anwesenheit lässt einen ehrfürchtig werden, er macht einen sehr echten Eindruck und strahlt Entscheidungskraft aus.

Solange Mao an einer Konferenz teilnimmt, gibt es immer viele Zuhörer. Er ist der beste Redner und versteht es, das Publikum um Rat zu fragen und deren tiefste Gefühle auszusprechen. Manchmal geht Mao sogar so weit, sich selbst zu kritisieren und liest oft aus kritischen Bürgerbriefen, um die örtlichen Beamten abzumahnen.“

Die erste Begegnung zwischen Mao und dem Dalai Lama (rechts)

 
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