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Geschichte und Gegenwart der tausendjährigen Tracht Tibets
    Datum:2015-07-20 Quelle: China Tibet Online Autor:  

 

 

Wenn von der Legende der Burang-Tracht die Rede ist, kann die einheimische Bevölkerung immer irgendetwas sagen. Es kursiert die Meinung unter der Bevölkerung, dass der dortige Losang-Prinz eine herzensgute, hübsche Prinzessin hatte. Da der Neid und die Verfolgung anderer Konkubinen für sie unerträglich waren, verwandelte sie sich in einen Pfau und flog davon. Die dortige Bevölkerung fertigt eine Tracht an, die das Aufschlagen der Flügel des Pfaus nachmacht, um dieser Prinzessin zu gedenken. Daher wird diese Tracht auch als Pfauentracht oder Himmelsflug-Tracht bezeichnet.

Auch auf einer internationalen Spitzenmodeschau kann keine solch prächtige Kleidung und natürlich erst recht nicht Hunderte von Stücken alten Wachses, unzählige Perlen, Ketten von roten Korallen, zahllose Türkise sowie fein angefertigter Schmuck aus echtem Gold und Silber gefunden werden. Allein die tausendjährige, historische Bewandtnis mit der wunderschönen Legende sorgt schon dafür, dass die Tracht wertvoll ist.

Dies ist die Burang-Tracht der Region Ngari in Tibet.

Wenn von der Legende der Burang-Tracht die Rede ist, kann die einheimische Bevölkerung immer irgendetwas sagen. Es kursiert Meinung unter der Bevölkerung, dass der dortige Losang-Prinz eine herzensgute, hübsche Prinzessin hatte. Da der Neid und die Verfolgung anderer Konkubinen für sie unerträglich waren, verwandelte sie sich in einen Pfau und flog davon. Die dortige Bevölkerung fertigt eine Tracht an, die das Aufschlagen der Flügel des Pfaus nachmacht, um dieser Prinzessin zu gedenken. Daher wird diese Tracht auch als Pfauentracht oder Himmelsflug-Tracht bezeichnet.

Die Grenzgemeinde Burang im Bezirk Ngari grenzt an Indien und Nepal. Das Kegya-Dorf, das nicht weit von der Gemeinde entfernt ist, liegt am Konqi-Fluss. In diesem kleinen Bergdorf gibt es sieben Haushalte, die seit Jahrhunderten die Burang-Trachten wahren. Wenn man sich so eine Tracht mit 25 Kilogramm Gewicht anzieht, dann wirkt man mysteriös wie ein heller Schein aus der Antike.

Die Familie Luo Drolma ist einer der sieben Haushalte. „Früher zogen sich nur die Bräute, die bald an Hochzeiten teilnehmen würden, solche Trachten an“, sagte Luo Drolma, während sie auf die unterschiedlichen Dekorationen ihrer Tracht zeigte. „Diese heißt Ganqiong (Dekoration am Kopf), diese heißt Galie (Dekoration, die an der rechten Schulter hängt), diese am Hals heißt Jiewu…“

 

Obwohl die Trachten eine lange Geschichte haben, wurden sie nicht wegen des Vergehens der Zeit und des zeitlichen Wandels zur Seite gelegt. Tatsächlich sind sie bis heute noch ein unentbehrlicher Inhalt der dortigen wichtigen religiösen Aktivitäten.“

„Am Gedenktag des Aufbaus von 108 buddhistischen Hallen und Klöstern durch den Meister Rinchen Sambo am 12. Januar nach dem tibetischen Kalender im Kloster Kegya ziehen sich die Frauen dieser sieben Haushalten die Trachten an. Dann bieten sie in den Pausen der Göttertänze der Mönche des Klosters Kegya den Xuan-Tanz dar“, sagte Luo Droma voller Stolz.

Die sieben Trachten, die bis heute erhalten geblieben sind, werden von der Bevölkerung vor Ort als Schätze verehrt. Da sie wertvoll sind und die Bevölkerung sie mag, werden die Techniken der Burang-Trachten-Herstellung ebenfalls weitergeführt. In Burang kann man leicht gute Schneider finden. Ciwang Dorje ist einer der Schneider, die komplette Burang-Trachten fertigen können.

„Früher durften sich nur Bräute die Trachten anziehen. Andere durften sie sich nicht nach Belieben tragen. Heute sind viele zu Wohlstand gekommen. Manche können sich maßgeschneiderte Burang-Trachten anfertigen lassen. Viele Familien aus der landwirtschaftlich-nomadischen Region kommen zu mir.“ Der 55-jährige Ciwang Dorje hat mit 18 angefangen, als Schneider zu arbeiten. Er hat langsam die Fertigungstechniken der Burang-Trachten erlernt, als er anderen dabei half, Trachten zu reparieren. Außerdem hat er viel über den Inhalt sowie die Gepflogenheiten der Butrang-Trachten gelernt. Von der Materialauswahl und der Kombination über die Bedeutung bis hin zur Tradition kennt er sich gut aus.

Mittlerweile hat Ciwang Dorje noch nepalesische Lehrlinge angenommen. Jeden Sommer macht er mit seinen Lehrlingen Überstunden, um einige Burang-Trachten rechtzeitig fertigzustellen. „Da die Materialien von Ganqiong schwer zu kaufen und Gold und Silber teuer sind, können wir jedes Jahr nur fünf bis sechs Stück fertigen. Außer Ganqiong muss ich noch tibetische Trachten, die andere in Auftrag geben, zuschneiden, die Dekorationen der Burang-Trachten anfertigen usw.“ Da die Kosten einer Burang-Tracht sehr hoch sind, nimmt Ciwang Dorje nur Aufträge an. Trotzdem ist er über das ganze Jahr beschäftigt.“

„Die Bevölkerung mag sie und hat nun Geld. Daher gibt es immer mehr Leute, die eigene Burang-Trachten besitzen wollen“, sagte Ciwang Dorje, während er Perlen mit Fäden miteinander verband. Er band und zog einmal mit seinen Fingern. Schon waren die Perlen an der Tracht in seiner Hand, die bald fertig sein würde, befestigt.

 
 zum Thema:
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