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Geschichte eines nahen Bediensteten des 13. Dalai Lama
    Datum:2016-06-27 Quelle: China Tibet Online Autor:  

Der 13. Dalai Lama Thubten Gyatsho ist eine Person in der chinesischen Geschichte der Neuzeit, der viel erlebt hat. In seinem ganzen Leben wurde der Ehrentitel „Dalai Lama“ von der Qing-Regierung aufgehoben, weil er zweimal nach der „Unabhängigkeit Tibets“ strebte. Allerdings hatte er schließlich seinen Irrweg erkannt und war zurück auf den rechten Weg der Wahrung der Wiedervereinigung des Vaterlandes gekehrt, damit sich das Reinkarnationssystem des Dalai Lama weiter verbreitet.

 

 

Im Norbulingka, der als Sommerresidenz der früheren Generationen des Dalai Lama diente, gibt es ein einstöckiges Gebäude mit einem flachen Dach und dem Namen Chimeqoigyi. Es handelt sich um das Nirwana-Haus, das der 13. Dalai Lama für sich selbst bauen ließ. Weil der 13. Dalai Lama hier das Nirwana machte, ist dieses Gebäude für die tibetischen Gläubigen von außergewöhnlicher Bedeutung. Um das „Nirwana-Haus“ zu bewahren, banden die Wachmönche hier eine Do Khyi – eine Tibetdogge – an.

 

 

Der Do Khyi zeichnet sich durch hohe Wachsamkeit, schnelle und kräftige Bewegungen, einen mächtigen und willensstarken Charakter sowie unerschütterliche Treue zum Besitzer aus. Deshalb wird er von den tibetischen Bürgern als die ehrlichste Schutzgottheit betrachtet. Falls sich ein Fremder dem „Nirwana-Haus“ nähert, bellt der Do Khyi sofort, um den Fremden abzuschrecken.

 

 

Das Nirwana-Haus stellt ein dem goldenen Phodrang untergeordnetes Gebäude dar. Der goldene Phodrang ist eine phonetische Transkription der tibetischen Sprache und heißt auch „Gyainsai Phodrang“, was „verwöhnter Mensch“ bedeutet. Der goldene Phodrang ist gerade unter der Führung von Thubten Kongpe, der vom 13. Dalai Lama verwöhnt wurde, gebaut worden. Sein Leben ist fast so legendär wie das des 13. Dalai Lama.

 

 

Am 17. Dezember 1933, dem 30. Tag des 10. Monats im Jahr des Teichhuhns nach dem tibetischen Kalender, machte der 13. Dalai Lama in Norbulingka das Nirwana. Von dem Tag an, an dem er sich nicht wohl fühlte, bis zum Nirwana dauerte es nur 17 Tage. Während dieses Zeitraums hatte keiner außer dem nahen Bediensteten Thubten Kongpe, der großen Schutzgottheit Neqoin Chogyal und den Ärzten den Dalai Lama gesehen. Sogar wurde die Bitte des höchsten Abtes der Gelug-Schule und der Beamten der Gaxag-Regierung um eine Audienz zurückgewiesen.

 

 

Nach dem Nirwana des 13. Dalai Lama verbannte die Gaxag-Regierung, die die alten tibetischen Adligen vertrat, Thubten Kongpe, mit der Behauptung, er habe sich mit der Schutzgottheit verschworen und den Dalai Lama vergiftet. 1936 floh er nach Indien und nahm an der Gründung der „Revolutionspartei Tibets“ teil. Schnell hatte die britisch-indische Behörde seine Handlung entdeckt und diese der Gaxag-Regierung mitgeteilt. Dann flog er durch die Koordinierung der Nationalregierung nach Nanjing zurück.

 

1947 kehrte Thubten Kongpe nach Lhasa zurück. 1951 beteiligte er sich an der Feier der Ankunft der Volksbefreiungsarmee in Tibet. Auf der Feier zum Nationalfeiertag 1957 wurde er von Spitzenpolitikern wie Mao Zedong empfangen. Im März 1959 entfesselten die Separatisten der tibetischen Oberschicht eine Rebellion. Daran nahm er nicht teil. Im Gegenteil spielte er bei der „Wahrung der Wiedervereinigung des Vaterlandes“ eine große Rolle. 1963 starb Thubten Kongpe an eine