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158 Schutzstellen für Frauen- und Kinderrechte in Lhasa geschaffen
    Datum:2016-08-15 Quelle: China Tibet Online Autor:  

 

Laut einem Bericht des tibetischen Handelsblattes wurden 2015 - mit Bemühungen des Frauenverbands des Autonomen Gebiets(AG) Tibet - insgesamt 237 Schutzstellen für Frauen- und Kinderrechte in fünf tibetischen Städten geschaffen, um den Frauen und Kindern eine Möglichkeit zum Schutz ihrer Rechte zu bieten. Die Servicestellen auf verschiedenen Ebenen haben seit langem die entsprechenden Gesetze und Regeln gefördert, die Verletzung der Rechte von Frauen und Kindern bekämpft und den Frauen, die Schwierigkeiten bei Beschäftigung und Familienbildung haben, geholfen. 

Die Abteilung für Rechte und Interessen des Frauenverbands des AG Tibets hat in den letzten drei Jahren insgesamt über 200 Fälle - dieFamilienstreitigkeiten, häusliche Gewalt, den Schutz und die Unterstützung von Minderjährigen betreffen - und mehr als 90 Schlichtungsfälle über den Schutz der Frauen- und Kinderrechte behandelt, mehr als 120 Mal Werbung für das Rechtssystem gemacht sowie 12.000 Broschüren verteilt.

Derzeit wird das System zum Schutzes der Frauenrechte in allen Städten des AG Tibets verbessert. Zum Beipiel hat das Volksgericht des Bezirks Chengguan der Stadt Lhasa das erste "Kollegialgericht der Frauenrechte" eingerichtet, was zur einer effektiven Verbindung von Gerichtsverfahren und Vermittlung durch den Frauenverband geführt hat. Der Frauenverband in Lhasa hat auch bei Polizeistationen 158 Schutzstellen für Frauen- und Kinderrechte geschaffen. Neue Probleme und Widersprüche haben zu einer neuen Situation geführt. Die Bedürfnisse der Frauengruppen erleben derzeit eine diversifizierte Entwicklungstendenz. Die häusliche Gewalt in AG Tibet stellt eines der Probleme dar, mit denen sie sich konfrontiert sehen.

Der Leiter der Abteilung für Rechte und Interessen des Frauenverbands des AG Tibets sagte, dass die Fälle von häuslicher Gewalt noch einen großen Teil angenommen hätten. Laut der 2014 und 2015 von hilfsbedürftigen Frauen an den Verband adressierten Briefe  lag der Anteil der Fälle von häuslicher Gewalt jeweils bei 40,4 und 22,8 Prozent von allen Beschwerdefällen in dem Bereich Ehe und Familie.

 

Es wird berichtet, dass es sich überwiegend um Gewalt zwischen Ehepaaren handle und die meisten Täter Männer seien, die zum größten Teil aus wenig gebildeten Selbstständigen und Migranten bestehen. Die Gründe lauten wie folgt: Erstens mangelt es an Kommunikation zwischen den Ehepartnern. Es gibt langfristige Probleme in der Beziehung, die statt durch Kommunikation aber durch Gewalt „gelöst“ werden. Zweitens haben manche Männer einen schlechten Charakter. Sie sind jähzornig, egoistisch, haben wenig Liebe und Verantwortungsbewusstsein in sich und führen ein ungesundes Leben mit übermäßigem Alkoholkonsum oder Glücksspielen. Wenn ihr Bedarf nicht gedeckt wird oder die Familie in ihr verfallendes Leben eingreift, kommt es zum Streit. Die Männer unterdrücken ihre Frauen mit Gewalt. Drittens haben einige Frauen kein Einkommen und sind so von ihren Männern abhängig. Ihre Rolle in der Familie wird dann verringert, sie werden oft von den Männern durch Schlagen und Schimpfen beleidigt. Viertens existiert heute noch die feudale Ideologie, dass die Männer den Frauen überlegen sind. Einige Behörden betrachten die häusliche Gewalt zudem als Familienangelegenheit und schenken ihr daher wenig Aufmerksamkeit. Die Täter fühlten sich dadurch wohl noch bestätigt und verletzten die Frauen immer häufiger und schlimmer.

Der Leiter des Frauenverbands hat erklärt, dass man in solchen Fällen Schwierigkeiten habe, die Täter ohne eine für diese Zwecke zur Verfügung stehende Einsatzgruppe zurechtzuweisen, weshalb hässliche Taten wie häusliche Gewalt häufig nicht effektiv bekämpft werden könnten.

(Editor: Rita Li)

 
 zum Thema:
Tibet Menschenrechte
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