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Geheimnisse über den Panchen Lama
    Datum:2015-11-13 Quelle: China Tibet Online Autor:  

Die Anhänger des tibetischen Buddhismus halten den Panchen Lama für die Inkarnation des Buddhas Amitabha. Viele glauben, dass alle früheren Panchen Lama in Menschengestalt eine Reinkarnation machten und alle Kreaturen lehrten, sich vom Leiden zu lösen und Freude zu erlangen. Dieses Jahr feiert man den 20. Jahrestag der Sitringasol-Zeremonie des 11. Panchen Lama. Im Folgenden wird der geheimnisvolle Vorhang gelüftet und ein Blick auf Kindheits-Erlebnisse des Panchen Lama geworfen.

 

Bild 1: Der 10. Panchen Lama (l.) kehrt zurück. Die Panchen Lama zweier Generationen sind völlig gleich.

Rückkehr

Am 28. Januar 1989 machte der 10. Panchen Lama im Kloster Trashilhünpo in Tibet das Nirwana. Am 13. Februar 1990 wurde ein hübscher Junge mit glänzenden Augen und einem Muttermal rechts auf dem Gesicht in einer normalen Bauernfamilie in Nordtibet geboren. Durch Zufall stellte man nach seiner Geburt fest, dass es auf seiner Zunge einen weißen tibetischen Buchstaben gibt. In den Augen der lokalen frommherzigen Anhänger des tibetischen Buddhismus ist es ein heiliges Zeichen, das die Inkarnation des Buddhas symbolisiert.

Fünf Jahre später wurde dieser Junge mit einem Aussehen vollen Glücks als einer der drei Kandidaten des Seelenkindes ausgewählt. Durch Losziehung aus der Goldenen Urne vor der Schakjamuni-Statue im Jokhang-Tempel wurde er schließlich vom Buddha rituell als die Reinkarnation des 10. Panchen Lama bestätigt. Nach der Genehmigung der Zentralregierung hielt man am 8. Dezember 1995 für ihn die Sitringasol-Zeremonie ab. An dem Tag hoben tausend Mönche Hada hoch und standen Spalier, um ihren großen Rinpoche willkommen zu heißen. Ein mit goldenem Vorhang bedecktes Auto der Marke Hongqi trug den fünfjährigen Panchen Lama und fuhr ins Kloster Trashilhünpo, den traditionellen Sitz des Panchen Lama. Damals flatterten die Gebetsfahnen, und rituelle Hörner wurden geblasen.

Nach dem Vorlesen der Sutren nahm der dienende Mönch den kleinen Panchen Lama in die Arme. Der Vertreter des Staatsrats Li Tieying, der den Vorsitz der Sitringasol-Zeremonie führte, trug den kleinen Panchen Lama auf das rituelle Bett. Das rituelle Bett aller früheren Panchen Lama liegt nach Osten, was den Respekt für die Zentralregierung in Beijing kennzeichnet. Früheren Gerüchten zufolge hatte der 14. Dalai Lama im Ausland Zauberformeln gemurmelt, dass keine richtige Reinkarnation des Panchen Lama auf dem rituellen Bett der früheren Panchen Lama sitzen kann und fallen wird, auch wenn er darauf sitzt. Der kleine Panchen Lama hatte damals sowohl stabil auf dem rituellen Bett gesessen als auch lächelnd in seine kleinen Hände geklatscht. Danach streckte er seinen kleinen Körper aus dem rituellen Bett aus und berührten den Kopf der hochgebildeten Mönche, die ihn mit dreimaligem Kotau begrüßten.

Auf der Sitringasol-Zeremonie vertrat Li Tieying den Staatsrat und verlieh dem 11. Panchen Lama das goldene Siegel und das goldene Heft, die auf Tibetisch und Chinesisch hergestellt sind. Seitdem setzt der Panchen Lama das Rechtssystem seines früheren Lebens fort und hat auf das tibetische Hochland acht.

 

Bild 2: Der 11. Panchen Lama überreicht Jiang Zemin einen Hada (Archivfoto vom Jahr 1995).

Intelligenz

Einen Monat nach der Sitringasol-Zeremonie kam der Panchen Lama nach Beijing, um den damaligen Staatspräsidenten Jiang Zemin zu besuchen. Jiang freute sich sehr, den gesunden und süßen kleinen Panchen Lama zu sehen.

Erinnerungen des damaligen Direktors der Tibet-Niederlassung der Nachrichtenagentur Xinhua zufolge saß der kleine Panchen Lama an derselben Seite mit Jiang Zemin. Einsichtig streckte er seinen Körper leicht aus, sah ständig Jiang an und hörte seinen Worten zu. Als heiße Handtücher gebracht wurden, waren die dienenden Mönche hinter dem Panchen Lama nervös, weil sie den Panchen Lama nicht gelehrt hatten, wie das heiße Handtuch zu benutzen war. Damals führte der Panchen Lama eine unerwartete Handlung aus: Er sah, dass Jiang mit dem Handtuch zuerst das Gesicht und dann die Hände abwischte, und wischte nach ihm selbst das Gesicht und die Hände ab. Dann legte er nicht sofort das benutzte Handtuch zurück, sondern sah, dass Jiang das Handtuch ins Servierbrett auf dem Teetisch stellte. Er machte es genauso.

Alle Menschen, die mit dem kleinen Panchen Lama Kontakt hatten, sagen, dass er einen starken Wissensdurst habe. Einmal teilte ihm ein Mann mit, dass das englische Wort für Banane „banana“ sei. Der kleine Panchen Lama fand diese Aussprache lustig und las nach. Außerdem wollte er sofort wissen, wie die anderen Obstsorten auf Englisch heißen.

Quellen zufolge brauchte der Panchen Lama nur ein halbes Jahr, um die Sutren zu erlernen. Es dauert für die anderen Mönche ein Jahr. Mit neun Jahren führte er selbstständig den Vorsitz des Abhisheka-Rituals für 600 Mönche im Kloster Trashilhünpo. Weil er damals noch klein war, schlug der Sutrenerklärer ihm vor, 25 Seiten Sutren vorzulesen. Unerwartet rezitierte der Panchen Lama rhythmisch die Sutren von 10.000 Schriftzeichen fließend, ohne ein Zeichen falsch gesprochen zu haben. Während des Rituals hatte er streng nach den religiösen Regeln mal die rituelle Glocke geläutet und mal den Vajra in die Hand genommen. Die Nutzungsordnung der rituellen Gegenstände entsprach völlig den Regeln.

 

Bild 3: Der 11. Panchen Lama begrüßt auf einer Gruppendiskussion des Bereichs Religion auf der Tagung des Landeskomitees der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes den Meister Chuanyin.

Gutherzigkeit

Als ein großer Rinpoche der Gelug-Schule muss der Panchen Lama streng die religiöse Disziplin wahren, die Sutren vorlesen und die Lehren üben. Für ihn sind die Familienangehörigen auch Anhänger. Gerade nach der Sitringasol-Zeremonie konnte der Panchen Lama seine Familie nicht sofort vergessen. Oft sagte er: „Mir fehlt mein älterer Bruder. Ich will mit ihm spielen.“ Der ältere Bruder des Panchen Lama heißt Sonam Gangbung. Anders als der gesetzte und zurückhaltende Panchen Lama ist er lebendig und sportlich. Der Vater des Panchen Lama sagt, dass die beiden Brüder gute Beziehungen haben. Wenn der ältere Bruder Schwierigkeiten beim Lernen hat, teilt er es nicht den Eltern, sondern dem Rinpoche mit.

2005 sagte der Panchen Lama gegenüber CCTV mit tiefer Liebe: „Ich werde die Wohltaten meiner Eltern nicht vergessen. Wenn man die Wohltaten der Eltern vergisst, entspricht das nicht der Menschlichkeit.“ Neben den Eltern respektiert der Panchen Lama die Sutrenerklärer auch sehr. Laut einem Journalisten, der früher den Panchen Lama interviewt hatte, lässt der Panchen Lama jeden Morgen den dienenden Mönch ihm Tee einschenken und Zanba bringen, nachdem der Sutrenerklärer Tee eingeschenkt und Zanba gegessen hat.

Quellen zufolge hat der 11. Panchen Lama Erbarmen. Als er neun Jahre alt war, bekam er eine kleine Mongolische Gazelle, die ein Viehhirte mitgebracht hatte. Er fütterte selbst die Gazelle, sah, wie sie schläft, und spielte mit ihr auf der Weide.

Der Panchen Lama ist gutherzig. Nach vielen Katastrophen führte er persönlich ein Ritual, um dafür zu beten, dass sich alle Kreaturen vom Leiden lösen. Außerdem schickte er auch Spenden in die von den Katastrophen betroffenen Gebiete.

 
 zum Thema:
Tibet Menschenrechte
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