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Die chinesische Regierung vergibt Rinpoche Ausweis
    Datum:2015-12-11 Quelle: China Tibet Online Autor:  

In der tibetischen Sprache heißt der Rinpoche „sprul-sku“, was „Phantom“ oder „Inkarnation“ bedeutet. Im 13. Jahrhundert ist Tibet zu einem administrativen Gebiet, das unmittelbar von der Zentralregierung der Yuan-Dynastie verwaltet wurde, geworden. Der Gründer der Yuan-Dynastie, Kublai Khan, verlieh dem Anführer der Sakya-Schule, Chögyel Phagpas, den Titel „Sohn und Inkarnation des Buddhas im Paradies im Westen“. Danach begannen die Menschen, die hochgebildeten tibetischen Mönche „Rinpoche“ (lebenden Buddha) zu nennen.

Die Reinkarnation des Rinpoche gilt als ein einzigartiges Verbreitungssystem im tibetischen Buddhismus

Die Reinkarnation des Rinpoche gilt als ein einzigartiges Verbreitungssystem, das aufgrund des alten tibetischen Seelengedankens und der speziellen Inkarnationstheorie geschaffen wurde, um die Verbreitung der Oberhäupter verschiedener Schulen und Klöster des tibetischen Buddhismus zu lösen. Dieses System wurde zuerst von der Kagyü-Schule errichtet. Vor dem Nirvana forderte der hochgebildete Mönch Karma Pakshi im Jahr 1283 deutlich seine Gefolgsmänner auf, nach seiner Reinkarnation zu suchen und diese zu bestätigen, um die Stellung und das Eigentum des Anführers der Schule zu erben. Nach der Anforderung des Meisters hatten seine Gefolgsmänner einen Jungen als das Seelenkind von Karma Pakshi gefunden und die Reinkarnation des Rinpoche gegründet. Danach machten die anderen verschiedenen Schulen des tibetischen Buddhismus dies nach und errichteten nacheinander tausend große und kleine Reinkarnationssysteme des Rinpoche.

Nach Meinungen des tibetischen Buddhismus werden die Seelen der hochgebildeten Mönche und Meister, die ein hohes Niveau bei der Forschung der buddhistischen Lehren haben, eine Reinkarnation in anderen Körpern machen, nachdem sie die buddhistische Übung vollendet und das Nirvana gemacht haben, um den Willen, buddhistische Lehren zu verbreiten, zu erfüllen und allen Kreaturen zu helfen.

Wie entsteht ein Rinpoche?

Bei den hundert Jahre langen Praxen der Reinkarnation hat sich für die „Reinkarnation des Rinpoche“ ein relativ vollständiger Arbeitsstandard und -prozess für die Suche und Bestätigung des Seelenkindes gebildet. Nach den religiösen Regeln finden nach dem Nirvana des Rinpoche feste Rituale und Systeme statt. Diese sind die Kondolenz, das Opfern, das Sutrenvorlesen, das Gebet, die Divination, das Betrachten des heiligen Sees, die Suche, das Prüfen, das Erkennen der hinterlassenen Gegenstände, das Befragen des Seelenkindes, das Tonsurieren, das Benennen eines rituellen Namen, die offizielle Sitringasol-Zeremonie sowie die systematische Reinkarnation.

Seit der Yuan-Dynastie hat die Zentralregierung verschiedener Amtszeiten die Verwaltung der Reinkarnation des Rinpoche mit Rechtssystemen standardisiert. Zum Beispiel regelte der Artikel 1 der vom Qing-Kaiser Qianlong erlassenen "Auf kaiserliche Anordnung zusammengestellten Vorschriften über die Angelegenheiten Tibets" ausführlich die Reinkarnation der großen Rinpoche. Zugleich wurde das „System der Losziehung aus der Goldenen Urne“ durchgeführt, um mögliche Bestechungen und unrechtmäßige Vorteile während des Reinkarnationsprozesses zu verhindern, was die religiösen Ideen von Heiligkeit und Gerechtigkeit demonstriert. Darüber hinaus wurde gewährleistet, dass die Zentralregierung das Recht, das Seelenkind der großen Rinpoche, wie des Dalai Lama und des Panchen Lama, zu suchen und zu bestätigen, meisterte, damit die Souveränität des Landes gegenüber der Religion Tibet gewahrt wurde.

Nach der Gründung der Volksrepublik China, insbesondere nach der 3. Plenarsitzung des 11. Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas, wird die Reinkarnation des Rinpoche aufgrund der Religionspolitik der Partei und des Landes gebührend geachtet. Seit 1991 wird die Reinkarnation von fast tausend Rinpoche im Autonomen Gebiet Tibet sowie in den tibetischen Regionen in den vier Provinzen Sichuan, Qinghai, Gansu und Yunnan, genehmigt.

Im Juli 2007 erließ das chinesische Staatliche Amt für Religiöse Angelegenheiten die „Maßnahmen über die Verwaltung der Reinkarnation des Rinpoche des tibetischen Buddhismus“, um die Arbeit der Reinkarnation des Rinpoche weiter zu standardisieren. Dabei werden die Prinzipien, die Bedingungen, die Antragsformalitäten, die Eintragungsformalitäten nach der Bestätigung des Seelenkindes, die Pflichten der buddhistischen Organisationen sowie die Vergabe des Ausweises und die Bildung des Rinpoche eindeutig geregelt.

Die „Reinkarnation des Rinpoche“ soll drei Bedingungen haben: Erstens fordern die meisten lokalen Anhänger und Verwaltungsorganisationen des Klosters die Reinkarnation. Zweitens ist das Reinkarnationssystem real und wird bis heute verbreitet. Drittens muss das Kloster, in dem sich das Mönchverzeichnis des Rinpoche, der die Reinkarnation machen will, befindet, eine nach dem Gesetz registrierte Stätte für die Aktivitäten des tibetischen Buddhismus sein und qualifiziert sein, einen wiedergeborenen Rinpoche zu bilden und zu opfern. Die „Reinkarnation des Rinpoche“ soll den notwendigen Genehmigungsformalitäten genügen. Der Antrag der Reinkarnation eines normalen Rinpoche wird von der Behörde für Religiöse Angelegenheiten der Volksregierung einer Provinz oder eines autonomen Gebiets, der eines Rinpoche, dessen Einfluss relativ groß ist, vom Staatlichen Amt für Religiöse Angelegenheiten und der eines Rinpoche, dessen Einfluss besonders groß ist, vom Staatsrat genehmigt.

Beispielsweise nahm der 11. Panchen am 8. Dezember 1995 im Kloster Trashilhünpo nach der „Losziehung aus der Goldenen Urne“ und durch die Genehmigung des Staatsrats an der Sitringasol-Zeremonie teil. Im Juli 2010 wurde der 6. Dedrup-Rinpoche durch die Genehmigung der Volksregierung des Autonomen Gebiets Tibet und die „Losziehung aus der Goldenen Urne“ ausgewählt.

Wie unterscheidet man zwischen echten und falschen Rinpoche?

Der Rinpoche Dupkang, der auch als stellvertretender Vorsitzender der Chinesischen Gesellschaft für Buddhismus und Vorsitzender des Zweigs der Gesellschaft in Tibet tätig ist, erklärte, dass es für einen echten Rinpoche die Verbreitung, das Kloster, das System des wiedergeborenen Seelenkindes und die Genehmigung der Regierung geben solle. Keines davon dürfe fehlen.

Ausweis des Rinpoche des tibetischen Buddhismus

Seit 2010 vergibt die Chinesische Gesellschaft für Buddhismus einheitlich den Rinpoche, die nach den religiösen Regeln und den historischen Systemen bestätigt und von der Regierung genehmigt sind, einen „Ausweis des Rinpoche des tibetischen Buddhismus“. Diese Arbeit ist schon abgeschlossen worden. Deswegen hat ein echter Rinpoche einen speziellen Personalausweis und eine einzige Nummer des Ausweises des Rinpoche. Die Größe und das Material dieses Ausweises sind gleich wie die des Personalausweises. Darauf stehen der Name, der rituelle Name, der buddhistische Titel, die Schule und das Kloster geschrieben. Die Nummer des Ausweises des Rinpoche besteht aus 14 Ziffern.

In den vergangenen Jahren gab es in der Gesellschaft viele falsche „Rinpoche“, die überall Betrügereien verübten. Diese verabscheut der Bereich des tibetischen Buddhismus tief und appelliert an die Regierung, im Internet ein Erkennungssystem für die Rinpoche einzurichten.

Informationen zufolge wird das System bald eingerichtet. Man kann im Internet überprüfen, ob ein Rinpoche echt oder falsch ist.

 
 zum Thema:
Tibet Menschenrechte
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