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Deutsche Ethnologin: Tibet ist kein"Freilichtmuseum"
    Datum:2014-03-11 Quelle: China Tibet Online Autor:  

Braucht Tibet Entwicklung? Oder bleibt es das sogenannte "letzte Paradies auf Erden? Über dieses Thema werden seit langem nicht nur von chinesischen, sondern auch von westlichen Forschern heiße Debatten geführt. Astrid Zimmermann, deutsche Ethnologin und Sinologin, lässt uns aus einer neuen Perspektive an ihren Erlebnissen in Tibet teilhaben.

„Tibet ist kein Freilichtmuseum", erläuterte Frau Zimmermann. Vor über 20 Jahren hat sie mit großem Interesse Sinologie an der Universität Freiburg studiert. Danach hat sie als Studienreiseleiterin verschiedene asiatische Länder, wie z.B. Vietnam, Kambodscha, Laos sowie Myanmar bereist. Aufgrund ihrer universitären Ausbildung hat sie eine besondere Vorliebe für China. Seit den 90er Jahren reist sie in Tibet. Im Vergleich zu den 90er Jahren hat sie dort große Veränderungen gesehen.

„Wie alle anderen Provinzen Chinas hat sich Tibet in den letzten 20 Jahren wirklich gewaltig verändert. Angesicht der raschen Veränderungen in China und in der ganzen Welt, ist es ganz natürlich und sogar notwendig, dass sich auch Tibet entwickelt und in seiner Entwicklung nicht hinter anderen Teilen des Landes zurück bleibt." sagte sie.

Zur Debatte, ob sich Tibet entwickeln oder so bleiben soll, wie es jetzt ist, hat Frau Zimmermann ihre Ansicht so erklärt: „Natürlich braucht Tibet auch Entwicklung und Fortschritt. Über das Thema haben die Menschen im Westen jedoch verschiedene Meinungen. Manche halten Tibet für ihr Paradies, und dieses Paradies soll sich nicht ändern, um ihre Fantasie zu befriedigen. Das ist unrecht, weil jede Nation das Recht hat, eine Lebensweise selbst zu wählen. Die Tibeter brauchen Straßen, Schulen und Krankenhäuser. Die jungen Tibeter wollen auch gerne einmal in die Disco gehen.", erzählte sie weiter. „Immer wenn die Menschen zu mir sagen, dass Tibet so bleiben soll, wie es jetzt ist, dann nehme ich gerne das Beispiel mit der Heizung in Tibet. Ich habe in Tibet selbst zwei Winter erlebt. Dort war es so unglaublich kalt, sodass ich es nie vergessen kann. Ich kann nun gut verstehen, dass die tibetischen Nomaden heutzutage im Winter auch lieber in festen Häusern, als in den traditionellen Zelten leben und sich ein besseres, angenehmeres und einfacheres Leben wünschen.

 
 zum Thema:
Tibet Menschenrechte
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