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Tibetologe: Treffen zwischen Obama und dem Dalai Lama zeigt die Doppelmoral der USA zur „Tibet-Frage“
    Datum:2014-03-12 Quelle: China Tibet Online Autor:  

Am 21. April ist der US-amerikanische Präsident Obama trotz des vehementen Protests Chinas zum dritten Mal im Weißen Haus mit dem Dalai Lama zusammengekommen. China Tibet Online hat bezüglich diesem Ereignis Du Yongbin, Forscher des Chinesischen Forschungszentrums für Tibetologie, interviewt.

Du sagte, dass die Souveränität Chinas in Tibet die Kerninteressen Chinas betreffe und dies eine rote Linie sei, die nicht überschritten werden dürfe. Warum hat Obama trotzdem mehrmals den Dalai Lama empfangen? Laut Du soll man das Phänomen unter den folgenden Aspekten betrachten:

Erstens sei es eine strategische Absicht der USA, mit der „Tibet-Frage“ China einzudämmen. Diese Absicht hätten die USA noch nie fallen lassen. Die zwei Gesichter der Strategie sowie der Taktik der USA hinsichtlich der „Tibet-Frage“ seien sehr deutlich. Dies manifestiere sich in erster Linie an zwei Punkten: erstens verneinten die USA die Souveränität Chinas in Tibet. Mit anderen Worten müssten die USA anerkennen, dass Tibet ein Teil des chinesischen Territoriums sei. Dies zeige auch, dass die USA die „Exilregierung“ in Dharamsala nicht anerkennen müssten. Obama meine bei diesem Treffen mit dem Dalai Lama auch, dass die USA Tibet als einen Teil Chinas anerkennen würden. Zweitens hätten die USA nach wie vor die strategische Absicht nicht aufgegeben, mit der sogenannten „Tibet-Frage“ China einzudämmen. Daher seien die Worte sowie die Taten der USA hinsichtlich der „Tibet-Frage“ paradox. Faktisch hätten sie noch nie damit aufgehört, den Dalai Lama, die „Exilregierung“ sowie die Exiltibeter verbal und materiell zu unterstützen;

Zweitens versuche Obama, durch das Treffen mit dem Dalai Lama zu zeigen, dass die USA die „Tibet-Frage“ immer noch verfolgen würden. Außerdem wolle er zeigen, dass die USA den „Mittelweg“ des Dalai Lamas unterstützen würden. Ferner wolle er damit den Dalai Lama, die „Exilregierung“, die Exiltibeter sowie alle Gruppierungen, die Tibet unterstützten, besänftigen. Gleichzeitig wolle Obama durch das Treffen mit dem Dalai Lama Druck auf die chinesische Regierung ausüben und China zu Gesprächen mit dem Dalai Lama oder seinen Vertretern zu bewegen, damit ein Ausweg für die neue „Exilregierung“ gefunden und sie aus der schwierigen Lage gebracht werden könne;

Drittens sei Obamas Treffen mit dem Dalai Lama für die Kontinuität der Tibet-Politik der USA;

Viertens wolle Obama durch das Treffen mit dem Dalai Lama den Druck von der „Tibet-Bande“ des US-Kongresses verringern und Stellung vor allen Wählern nehmen. Gleichzeitig wolle er damit manche Vorschläge der Nichtregierungsorganisationen sowie der „Tibet-Kenner“ der US-amerikanischen Denk-Bank berücksichtigen;

Fünftens wolle Obama durch das Treffen mit dem Dalai Lama die von den USA angepriesenen Wertmaßstäbe wie die Menschenrechte, die Demokratie sowie die Freiheit präsentieren. Des Weiteren wolle er die Menschenrechtsdiplomatik sowie die Wertmaßstab-Diplomatik der USA zeigen.

Du hat mit knappen Worten die Entwicklung der „Tibet-Politik“ nach der Wahl Obama zum Präsidenten beurteilt. Er meint, dass die „Tibet-Politik“ in den fünf Jahren nach der Wahl Obamas ziemlich konservativ und nicht ausreichend angepasst sei. Man könne deutlich sehen, dass die negativen Einflüsse der Taktik sowie der Strategie der USA bezüglich der „Tibet-Frage“ auf die US-amerikanisch-chinesischen Beziehungen in diesen fünf Jahren der Obama-Ära begrenzt seien. Ferner hat Du das folgenden Beispiel genannt: Als die erste Amtsperiode Obamas im Februar 2013 endete, hat sich Otero, „spezieller Koordinator der Tibet-Frage“ des Staatsrates, aus eigenem Antrieb zurückgetreten. Danach blieb diese Stelle für ein Jahr vakant. Dies war vorher noch nie passiert. Das zeige deutlich, dass die „Tibet-Frage“ den Interessen der USA sowie den Beziehungen zwischen den USA sowie China diene. Wenn die USA innenpolitisch und außenpolitisch in Schwierigkeiten geraten würden und damit noch fertig werden könnten, würden trotzdem die „Tibet-Frage“, die „Exilregierung“ sowie die Tibet-Politik der USA beiseite gelegt.

Du weist darauf hin, dass heutzutage die Lage sowie die Tendenz der amerikanisch-chinesischen Beziehungen die Wortwahl und Handlung der USA hinsichtlich der „Tibet-Frage“ beeinflussen würden. Im Laufe des friedlichen Aufstiegs Chinas dämme die von China verfolgte diplomatische Strategie, dass nähere Beziehungen mit den Nachbarländern aufgebaut würden, die sogenannte „Re-Balancierung Asiens“, die die USA betrieben, ein. Es gebe ausländische Medien, die die diplomatische Strategie Chinas gegenüber den Nachbarländern als die „Go-Strategie“ bezeichneten. Weiterhin hielten sie dies für eine Gegenstrategie gegen die Rückkehr zu den ASEAN der USA. Vor diesem Hintergrund habe Obama durch das Treffen mit dem Dalai Lama deutlich gemacht, dass die „Tibet-Frage“ nach wie ein wichtiges Mittel zur Eindämmung Chinas für die USA sei.

Als von den Einflüssen auf die amerikanisch-chinesischen Beziehungen durch das Zusammentreffen von Obama und dem Dalai Lama die Rede war, erzählte Du, dass sich der Dalai Lama deswegen dazu entschlossen habe, im Januar, also vor dem Neujahr nach dem tibetischen Kalender in die USA zu reisen, weil er darauf gehofft habe, in einer sensiblen Zeit durch Obama Druck auf China auszuüben. Jedoch blieben die meisten westlichen Länder infolge des vehementen Protests sowie der Gegenmaßnahmen Chinas reserviert im Hinblick auf das Treffen mit dem Dalai Lama oder sie hätten sich etwas zurückgehalten. Aus diesem Grund sei der Effekt solcher Demonstrationen sowie Rückendeckung eigentlich ziemlich begrenzt.

Du betonte, dass große Errungenschaften hinsichtlich der Wirtschaftsentwicklung, der gesellschaftlichen Stabilität, der Verbesserung des Lebensstandards, dem ökologischen Aufbau etc. in den über 30 Jahren nach der Öffnung nach außen Chinas in den tibetischen Regionen erzielt worden seien. Zur Lösung der „Tibet-Frage“ habe China die Oberhand. Daher solle China optimistisch sein und nicht von manchen Trugbildern sowie Ereignissen geblendet werden. Die wissenschaftliche, effektive Tibet-Strategie, die China erarbeitet habe und gerade verfolge, zeige den Willen der über sechs Millionen Tibeter und aller anderen Volksgruppen Chinas. Dies sei auch eine Abschreckung sowie eine Gegenmaßnahme für die Strategie sowie die Taktik der USA und der „Exilregierung“ bezüglich der „Tibet-Frage“. Aus diesen Gründen seien die negativen Einflüsse auf die amerikanisch-chinesischen Beziehungen vom Zusammenkommen von Obama sowie dem Dalai Lama sehr begrenzt.

 
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