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Warum Tibets Paläste meistens auf Bergen gebaut wurden
    Datum:2015-09-30 Quelle: China Tibet Online Autor:  

 

 

Denkt man an Lhasa, dann hat man sofort das Bild des mächtigen Potala-Palastes vor Augen: ein Palast der so aussieht als ob er direkt aus dem Felsen auf dem er steht, gewachsen wäre.

Warum hinterlässt der Potala-Palast beim Betrachter einen so tiefen Eindruck?

Der wichtigste Grund dafür ist wahrscheinlich der, dass der Potala-Palast auf einem kleinen Berg – dem Hongshan – erbaut wurde.

Der Hongshan ist 3.700 Meter hoch und ragt etwa einhundert Meter über das umliegende Tal auf. Die Berghänge sind hoch und steil, an manchen Stellen wirkt er fast wie eine Mauer.

In Tibet gibt es viele Paläste, die auf Bergen gebaut wurden – besonders dann, wenn sich auf dem Berg ein größeres Plateau befindet, das für den Bau eines Gebäudes geeignet wäre.

Beim Potala-Palast selbst ist das nicht so, er wurde gewissermaßen vollständig in den Berg "hineingebaut", wobei man offenbar vom Gipfel her mit dem Bau anfing.

Die Grundfläche des Palastes beträgt mehr als 100.000 Quadratmeter. Der Palast ist nicht nur sehr hoch, sondern in jeder Hinsicht groß und massiv.

Das ist auch der Grund, warum man ihn noch aus vielen Kilometern Entfernung erkennen kann.

Der Potala-Palast nimmt nicht nur in China, sondern sogar weltweit eine einzigartige Stellung ein.
Wenn man einen auf einem Berg gebauten Palast sieht, denkt man natürlich gleich, dass er aufgrund der besseren Verteidigungsfähigkeit dort gebaut wurde. Oder vielleicht gab es religiöse Gründe dafür, vielleicht wollte man dem Himmel näher sein. Doch ein Palast ist eigentlich das Gebäude eines weltlichen Herrschers und hat im Normalfall nicht viel mit Religion zu tun. Dennoch erhöht sich der Herrscher hier über seine Untertanen, er stellt sich so gewissermaßen als "Herrscher von Gottes Gnaden" dar – dies trifft in besonderem Maße auf Tibet zu, da die Gläubigen hier schon von jeher viele Berge als heilig ansehen.

Somit haben derartige Bergfestungen praktisch die Funktion eines heiligen Berges – von dem weltliche und auch spirituelle Macht ausgeht. Für die gläubigen Tibeter nämlich sind Gebäude auf hohen Bergen ein Ort, wo man mit den Göttern und Geistern Kontakt aufnehmen kann.

 
 zum Thema:
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