Startseite  | Nachrichten | Tibet Heute | Themenarchiv | Empfehlende Artikel | Geschichte & Tatsache | Fakten und Zahlen | Bilder | Videos
 
   Sie befinden sich hier:Tibet Online > Fragen und Antworten zu Tibet
 
Warum sitzt Buddha immer auf Lotusblüten?
    Datum:2015-11-10 Quelle: China Tibet Online Autor:  

In buddhistischen Tempeln kann man oft Bilder oder Statuen von Buddha sehen, auf denen er meist auf einem mit Lotusblüten verzierten Podium steht oder sitzt. Aber warum müssen es ausgerechnet immer Lotusblüten sein? Welche Bedeutung hat die Lotusblüte im Buddhismus?

Es heißt, dass der Buddha Shakyamuni und die Göttin Avalokiteshvara Lotusblumen liebten und sie gerne als Sitzunterlage verwendeten – das ist der Grund, warum sie in allen Tempeln und Klöstern als auf dem "Lotusthron" sitzend dargestellt werden.

Die Lotuspflanze steht im Buddhismus für die Befreiung von Qualen sowie für das Erlangen von Frieden und Ruhe: die Lotuspflanze selbst wächst in Matsch und Dreck, in "trüben Gewässern" heran, ihre schöne Blüte aber blüht auf der Wasseroberfläche. Doch die Lotusblüte ist nicht bloß schön: ihr Samen ist auch essbar. Und natürlich könnte man ihn auch verwenden, um noch mehr schöne Lotusblüten heranzuzüchten... Die Lotusblüte blüht bei sengender Hitze auf der Wasseroberfläche – die sengende Hitze steht hierbei im Buddhismus für die Probleme der Menschen, während das Wasser Kühlung verschafft. Das bedeutet, dass die Gedankenwelt und das Gemüt des Menschen ruhig ("kühl") sein sollte, um in einer Welt der hitzigen Probleme zu bestehen. Somit ist der Lotus auch ein Symbol für wichtige Tugenden. Durch einen See von Qualen und Problemen zu waten, um am Schluss doch die Befreiung von allen weltlichen Qualen zu erlangen und ins Paradies zu kommen – das ist es, was die Lotuspflanze für Buddhisten symbolisiert.

Das Leben der Menschen ist von ständigen Sehnsüchten und Wünschen geprägt, sie kommen einfach nicht zur Ruhe. Der buddhistische Heilige hingegen ist wie der Lotus: er hat den Morast des "Wollens und Müssens" überwunden und repräsentiert nun Tugenden wie Friedlichkeit, Ruhe, Reinheit, Gelassenheit und Weisheit. Die Heiligen selbst sind unsichtbar, doch sie waren früher selbst einmal Menschen und sind daher mit den Dingen und Erscheinungen in der Welt der Menschen vertraut und können sich selbst auch wieder in dieser manifestieren. Deshalb werden Buddha und die Heiligen in allen buddhistischen Schriften und Malereien als auf einem mit Lotusblüten verzierten Sockel sitzend dargestellt – der Lotus symbolisiert den Kern der buddhistischen Lehre.

 
 zum Thema:
Tibet Menschenrechte
Bilder
Videos
·Fernsehgala zum tibetischen Neujahrsfest (4)
·Fernsehgala zum tibetischen Neujahrsfest (3)
·Fernsehgala zum tibetischen Neujahrsfest (2)
Empfehlende Artikel
·Touristen können nach wie vor nicht in Gyirongdurc...
·Wintertouristen aufgepasst: Die drei schönsten Rou...
·Ab 1. November gelten halbe Preise für Eintrittska...
 
 
Ausrichter:Chinesische Vereinigung für Menschenrechte
detibet328@yahoo.cn
Interkontinentale Kommunikation GmbH. Alle Rechte vorbehalten