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Kommentar: Können religiöse Persönlichkeiten eine Ausbildung aufnehmen?
    Datum:2016-12-16 Quelle: China Tibet Online Autor:  

Vor kurzem fand der Abschluss der Ausbildung für die neuen Reinkarnationen der Rinpoche in Tibet statt. Die Inhalte der Ausbildung umfassten die buddhistischen Lehren und Theorien, die Gesetze und Vorschriften für die Nationalitäten und Religionen, die aktuellen politischen Angelegenheiten sowie Besuche der Relikte der chinesischen Revolution und der ehemaligen Wohnsitze der Spitzenpolitiker alter Generation wie Mao Zedong, um die Geschichte des Befreiungskriegs von China zu verstehen.

Nach der Abschlussfeier entstanden im Internet einige Zweifel. Manche Internetnutzer sagen, dass die Reinkarnation des Rinpoche zu den religiösen Angelegenheiten gehöre. Die Politik solle sich nicht darin einmischen. Manche Leute sorgen sich darum, dass die von der atheistischen Kommunistischen Partei (KP) organisierte Ausbildung dem Glauben der Rinpoche nicht zugute kommt.

Darauf hat der Vorsitzende der Kommission für Nationalitäten und Religionen des Landeskomitees der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes (PKKCV), Zhu Weiqun, reagiert. Er sagt, dass das Verständnis dieses Teils der Geschichte dazu diene, den Sinn der Verfassung intensiver zu verstehen und die Pflichten der Verfassung zu erfüllen.

 

Die Persönlichkeiten des tibetischen Buddhismus, einschließlich der Rinpoche, seien chinesische Bürger. Die Ausbildung und die Besuche können dabei helfen, dass sie die Situation der heutigen Gesellschaft sowie die Gesetze und Vorschriften verstehen. Wenn man wegen ihrer Identität als religiöse Persönlichkeiten ihre Identität als Bürger verneine und widerlege, dass sie durch Besuche und Ausbildung die Geschichte des Verfassungssinnes ihres eigenen Landes erfahren, beeinflusse dies, dass sie die Pflichten erfüllen.

Darüber, ob sich die Politik in die Religion einmischt und den Glauben der Rinpoche verletzt, sagt Zhu, dass kein Rinpoche wegen der Teilnahme an der Ausbildung ein Atheist geworden sei.

Der tibetische Buddhismus spielt eine wichtige Rolle im Leben der Tibeter. China führt die Politik der Glaubensfreiheit durch. In Tibet wird das legale religiöse Leben der zahlreichen Gläubigen von der Verfassung und den Gesetzen geschützt. Man kann sagen, dass die Religion bis heute noch die ganze tibetische Gesellschaft beeinflusst. In den Wohnhäusern der Tibeter werden Nischen mit Buddhastatue und Haustempel eingerichtet. Sie lesen Sutren vor und beten, oder gehen ins Kloster, um Butterlampen anzuzünden, zu Buddha zu beten, einen langen Kotau zu machen und Almosen zu spenden. Das religiöse Leben wird von keinem behindert.

Deswegen versuchen einige Separatisten im Ausland, den tibetischen Buddhismus als Werkzeug zu verwenden, um die Ordnung in den tibetischen Regionen zu stören und damit das Ziel zu erreichen, China zu spalten. An den vergangenen Unruhen, darunter der Unruhe am 14. März 2008, haben viele religiöse Persönlichkeiten teilgenommen. Zhu meint, es sei notwendig, diese religiösen Persönlichkeiten anzuleiten und es zu fördern, dass der tibetische Buddhismus gemeinsam mit dem Land und dem Volk vorangeht.

Über die Berichte, wonach jeder Teilnehmer der Ausbildung der Statue von Mao Zedong einen Hada überreichen muss, hat China Tibet Online einen Begleiter interviewt. Er erinnerte sich, dass die Rinpoche nach den Besuchen einiger revolutionärer Relikte wie Jinggangshan erfahren hätten, wie die Spitzenpolitiker der KP Chinas, darunter Mao Zedong, unter schwierigen Bedingungen China befreiten und damit eine Grundlage für die Verbesserung der Lebensbedingungen des modernen Volkes beziehungsweise der Tibeter legten. Sie wurden tief begeistert und überreichten dann einen Hada. Es handele sich rein um einen Eindruck ihres persönlichen Gefühls, aber keine organisierte Handlung.

(Editor: Soong)

 
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